Frühbronzezeit

2.200 – 1.600 v. Chr.

Ältere Frühbronzezeit

2.200 – 1.600 v. Chr.

Über die ältere Frühbronzezeit ist noch recht wenig bekannt. Gegenstände aus Bronze sind noch kaum aus diesem Abschnitt beobachtet worden. Die Keramik aus den Siedlungen scheint sich aus der jüngeren Stufe der Glockenbecherkultur heraus entwickelt zu haben. Funde aus Beilngries spielen in unserem Raum, speziell den Flächen „Im Oehl III“ eine wichtige Rolle, vor allem diejenigen aus den Siedlungsgrabungen am RMD – Kanal. Gräber dieser Zeitstellung sind noch weitgehend unbekannt.

Zeichnung, ältere Bronzezeit, Beilngries

Keramik der älteren Frühbronzezeit von der Siedlung Beilngries „Im Oehl III“ (nach Stoll – Tucker)

Pfeilspitze, ältere Bronzezeit, Beilngries

Pfeilspitze der älteren Frühbronzezeit von der Siedlung Beilngries „Im Oehl III“ (nach Stoll – Tucker)

Jüngere Frühbronzezeit

1.900 – 1.600 v. Chr.

Die bäuerlichen Siedler dieser Zeit wählten vor allem die unteren, der Sonne zugewandten Hänge für ihre Wohnplätze. Neben zahlreichen Hinweisen auf diese Siedlungsstellen im Stadtgebiet von Beilngries gibt es auch Beobachtungen von Gräbern. Eines davon fand sich an der Stelle „Bei der Kapelle“ nahe Kirchanhausen. Von dort wird berichtet, dass eines der Skelette als Hockerbestattung angetroffen worden war, eine Bestattungsart mit „angehockten“ Beinen, wie sie seit der Jungsteinzeit üblich ist. In der westlichen Ringstraße fand Max Brand 1961 Keramikscherben von Gefäßen aus einem wohl zerstörten Grab der Frühen Bronzezeit.

jüngere Frühbronze, Henkeltase, Beilngries

Henkeltasse mit Knubben aus einem wohl zerstörten Grab. Beilngries, westlliche Ringstraße 1961

Geweihgabel, Pferdetrense, Frühbronze

Geweihgabel mit Bohrung, Rohling für eine Pferdetrense, vermutlich Frühbronzezeit